21.02.2012

"Einmal in der Woche alles geben"

A!B!C-Titans-Manager Thorsten Westhoff (links) nimmt Stellung zu der emotionalen Pressekonferenz nach dem 3:2-Heimsieg gegen die DJK Delbrück.

Nach dem 3:2-Sieg gegen Delbrück ist in der WZ Dein Auftritt in der Pressekonferenz kritisiert worden. Aus Deiner Sicht zu Recht?

Thorsten Westhoff (Manager A!B!C Titans Berg. Land): Nein. Es ist bekannt, dass ich ein emotionaler Mensch bin. Und ein Manager, der sehr nahe am Team ist. Entscheidungen und Diskussionen finden bei uns nicht hinter verschlossenen Türen statt, sondern wir lassen die Öffentlichkeit daran teilhaben. Deshalb durfte ja auch ein Sponsor, der die Leistung nicht so schlecht fand, das offiziell sagen. Ich dagegen fand es schon nachvollziehbar, dass ich mit so zwei Sätzen wie gegen Delbrück nicht einverstanden sein kann.

Waren die Attacken nicht trotzdem zu scharf?

Thorsten Westhoff (Manager A!B!C Titans Berg. Land): Wir haben uns alle, und ich betone: alle, vor Saisonbeginn einem Ziel verschrieben, der Rückkehr in die Bundesliga. Vor allem aber waren wir uns einig, dass wir ein Team formen wollen, das wir danach nur noch punktuell verstärken müssen. Momentan reden wir aber darüber, dass nur Peter Lyck Hansen und Julian Stuhlmann den Erstliga-Ansprüchen genügen. Damit kann ich doch nicht zufrieden sein. Es muss mir doch erlaubt sein, taktische und emotionale Einstellungen zu hinterfragen. Die richten sich natürlich an den Trainer und an die Spieler. Nichts anderes habe ich getan.

Besteht nicht die Gefahr, dass das Team schlechter geredet wird als es ist?

Thorsten Westhoff (Manager A!B!C Titans Berg. Land): Das glaube ich nicht. Wir haben in vielen wichtigen Spielen vor allem gegen die Topteams gezeigt, dass wir es können. Eine so schwache Leistung wie gegen Delbrück hat etwas mit Überheblichkeit zu tun. Das sieht unser Trainer genauso, und Peter Lyck Hansen hat es ebenfalls bestätigt. Ich investiere viel Geld, das mache ich gerne, weil ich die Sportart mab, Wuppertal Spitzensport verdient und ich Wuppertal liebe. Aber ich kann auch verlangen, dass die Spieler einmal in der Woche alles geben.

Würdest Du noch einmal so handeln wie am Samstagabend?

Thorsten Westhoff (Manager A!B!C Titans Berg. Land): Ja. Wenn ich jetzt der Buhmann bin, die Mannschaft sich solidarisiert und mir in den nächsten Spielen beweist, dass ich falsch liege, ziehe ich selbstverständlich den Hut. Dann haben wir alle gewonnen – die Mannschaft und ich. Ob eine Trotzreaktion folgt, sehen wir am Sonntag im Spiel beim VCB Tecklenburger Land! (mk)

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