15.11.2011

"1.000-prozentige Konzentration"

Frage: Sie waren nach der Niederlage gegen den VCB Tecklenburger Land sehr sauer. Hat sich das inzwischen gelegt?

Thorsten Westhoff: Ich war nicht sauer über die Niederlage an sich, sondern über das fehlende Engagement. Der Gegner hat rübergebracht, dass er unbedingt gewinnen wollte, wir nicht. Man kann verlieren, aber nicht so. Das war einer Mannschaft, die an die Tabellenspitze will, nicht würdig. Und schon gar nicht einem Team, das zurück in die Bundesliga strebt.

Frage: Wie viel war dem Verletzungspech zuzurechnen?

Thorsten Westhoff: Natürlich ist das problematisch, weil wir unter der Woche das Blockspiel nicht ordentlich trainieren konnten. Die Statistik in diesem Bereich war eine Katastrophe, das tat uns weh. Aber es soll keine Entschuldigung sein. Mir fehlt die Spielfreude, die wir zu Saisonbeginn hatten. Die vermisse ich. Es ist Sache des Trainers herauszufinden, wo sie geblieben ist.

Frage: Wer sind die größten Konkurrenten?

Thorsten Westhoff: Ich denke, dass Gießen, Solingen und Lüneburg oben dabei bleiben. Am Ende wird es auf eine Dreikampf zwischen Gießen, Solingen und uns hinauslaufen. Lüneburg spielt toll, die Frage ist, ob sie das Niveau halten können. Solingen wird sich weiter steigern. Es macht keinen Sinn, die Gegner klein zu reden. Unsere Niederlage kann deshalb lehr- und hilfreich sein. Ich erwarte in Berlin eine 1.000-prozentige Konzentration. Die Mannschaft fährt schon Freitag los, wir haben auch Florian Mönikes aus der Schule losgeeist. Sie wird am Abend in der Hauptstadt essen und Samstag noch eine Trainingseinheit absolvieren, sich also optimal vorbereiten. Wir dürfen den VCO nicht unterschätzen, das ist eine Wundertüte. Ich erwarte aber, dass wir Revanche nehmen für die Niederlage in der Bundesliga. (mk/nls)

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