04.10.2011

A!B!C Titans bestehen in Kiel

Im wohl bisher schwersten Spiel der laufenden Spielzeit konnten die A!B!C Titans den dritten Saisonsieg in Serie feiern. Gegen das Volleyballteam Kiel musste die Mannschaft von der Wupper jedoch einen 0:1 Satzrückstand drehen.

„Das Spiel ging ganz und gar nicht so los, wie wir uns das vorgestellt hatten. Dass die Kieler Jungs es uns womöglich bisher am schwersten machen würden, zu gewinnen, davon waren wir ausgegangen. Aber dass wir im ersten Satz nicht einmal annähernd an unsere bisher so souveräne Spielweise anknüpfen konnten, hat uns anfangs völlig aus der Bahn geworfen“, berichtet Libero Julian Stuhlmann über die Startschwierigkeiten. „In allen Spielhandlungen hatten wir deutlich das Nachsehen. Unsere Annahme war eine mittlere Katastrophe, unser Block entweder zu spät oder zu früh, und im Angriff haben wir blind und dumm agiert. Jeder hat versucht den Ball auf die 3-Meterlinie zu donnern, gegen Kiel ist das absolut tödlich“, ergänzt Bryce Hickerson.

Im ersten Satz starteten die Nordlichter aus Kiel wie die Feuerwehr. Immer wieder gelang es ihnen, die wenig clever agierenden Angreifer der A!B!C Titans spektakulär zu blocken. Schnell zogen sie so das gesamte Publikum auf ihre Seite und spielten beflügelt auf. Über ein zwischenzeitliches 0:6 und 3:10 aus Wuppertaler Sicht kämpfte sich das Team von Headcoach Georg Grozer Punkt für Punkt heran. Aber die Kieler profitierten von dem früh erworbenen Vorsprung und konnten sich den ersten Durchgang mit 25:21 sichern.

„In der Satzpause hat es deutliche Worte gegeben. Nicht nur von meiner Seite. Auch die Jungs haben sich auch untereinander ordentlich Feuer gemacht. Der erste Satz war da schon längst nicht mehr präsent, es ging einzig und allein darum, jetzt ins Spiel zu starten. Das ist uns zum Glück noch rechtzeitig gelungen. Von da ab hat man größtenteils wieder unsere gewohnte Spielweise sehen können“,  betrachtet Grozer die Wende im Spiel mit Erleichterung.

Die Satzergebnisse des zweiten, dritten und vierten Satzes spiegeln letztendlich die Ansprüche des Teams von der Wupper wider, lassen aber die Kieler schlechter dastehen, als sie es mit ihrer beherzten Spielweise verdient haben. Dreizehn, siebzehn und vierzehn Punkte ließen die Bergischen Zweitliga Volleyballer noch zu, bevor sich alle erleichtert abklatschen konnten. „Das ist grade noch einmal gut gegangen. Das sind wir tatsächlich mit einem blauen Auge davon gekommen. Ich denke ein wichtiger Faktor für die Wende im Spiel war, dass wir ab dem zweiten Satz verstanden haben, mutig durch die Mitte spielen zu müssen und im Aufschlag Druck erzeugen zu müssen. Über die Mitte konnte Daniel Thomsen ein ums andere Mal für Punkte sorgen. Im Aufschlag hat uns unser Kapitän aus der Schlinge gezogen. Peter hat die Kieler Annahme regelrecht auseinander genommen. Die Qualität zurück zu kommen werden wir in der langen Saison immer wieder brauchen. Das war dafür heute der erste Härtetest, der bestanden werden konnte“, lobt A!B!C Titans Manager Thorsten Westhoff das Comeback seiner Mannschaft.

Das Team blieb mit nahezu unveränderter Besetzung im gesamten Spiel. Auf den Außenpositionen agierten Hickerson und Rumpunen, über Diagonal Lyck Hansen, Michal Kotas im Zuspiel, Thomsen und Mester über die Mite. Toni Mester wurde gegen Ende des dritten Durchgangs durch den Kanadier Zylstra ersetzt. Als Libero spielte Julian Stuhlmann (mk/nls).

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