18.02.2012

„Warum nicht bündeln?“

(jak). Die Zweitliga-Volleyballer der A!B!C Titans Berg. Land stehen am Samstag (18. Februar 2012, 19.30 Uhr, Halle an der Rutenbeck) vor einer Pflichtaufgabe. Ein Heimsieg gegen die DJK Delbrück ist im Dreikampf mit Lüneburg und Solingen fest eingeplant. Im Gespräch mit Rundschau-Redakteur Jörn Koldehoff blickt Titans-Sportdirektor Lars Dinglinger aber auch in die Zukunft.

Rundschau: Herr Dinglinger, der Spielplan ist total zerpflückt. Wann werden die Titans wieder Tabellenführer?

Dinglinger: Wir sind auf einem guten Weg. Es bleibt bestimmt noch etwas eng. Ich denke schon, dass z.B. Lüneburg noch mal verliert – aber das kann uns auch passieren. Das Wichtigste ist, dass wir nach Minuspunkten weiter die Nase vorn haben.

Rundschau: Erschwert die Lage die Planungen für die nächste Saison?

Dinglinger: Nein. Wir haben mit allen Spielern eine Option abgeschlossen, wissen aber auch, dass wir uns im Falle des Aufstiegs verstärken müssen. Da sind wir im In- und Ausland dran und beobachten den Markt. Wenn wir nur Zweiter oder Dritter würden, stellt sich aber die Frage, ob der Aufstieg Sinn macht, auch wenn wir durch den Verzicht anderer die Lizenz bekämen. Unsere Auffassung ist, dass wir es sportlich schaffen müssen.

Rundschau: Auch dann wird die Aufgabe nicht einfacher...

Dinglinger: Es ist kein Geheimnis, dass wir den Etat um 120.000 bis 150.000 Euro steigern müssen, um in der Bundesliga eine ordentliche Rolle zu spielen. Wir rühren kräftig die Werbetrommel und freuen uns über die Steigerung der Zuschauerzahl. Das aber reicht noch nicht.

Rundschau: Wäre eine Fusion mit der TSG Solingen eine Lösung?

Dinglinger: Meiner Meinung nach nicht. Unser Ansatz ist vielmehr, den Spitzensport in Wuppertal nach vorne zu bringen. Jeder Club rennt zu den immer selben Sponsoren. Vielleicht ist es eine Idee, das alles zu bündeln und die Gelder nach einem Schlüssel aufzuteilen. Die Unternehmen wären dann bei allen Spitzenclubs vertreten und würden auch etwas mehr geben. Der Aufwand würde für aller geringer. Gemeinsame medizinische Abteilungen, Kombitickets – da gibt es viele Möglichkeiten. Wir stehen für Gespräche bereit!

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