08.11.2010

Wuppertal. Im zweiten Heimspiel konnten die A!B!C Titans Berg. Land nicht überzeugen. Weder im Ergebnis, aber auch nicht in der Performance. „Obwohl wir mit der Niederlage gegen den VCO Berlin schnell abgeschlossen haben, war der Kopf nicht frei.“, so Gergely Chowanski, Trainer der A!B!C Titans. Chowanski kam zur Bewertung eines „grottenschlechten Spiels“.

Besser konnten sich die Gastgeber des heutigen Nachmittags erst recht nicht fühlen, als Mihai Paduretu, Generali-Trainer, sich äußerte: „Die lange Abwesenheit der Nationalspieler hat dazu geführt, dass wir noch nicht so eingespielt sind, wie wir es gerne hätten.“ Ohne Wertung durch Paduretu, aber doch Salz in die Wunden der A!B!C Titans.

„Es war viel schlimmer vom Spielfeldrand als Zuschauer zu agieren, als selbst mitzuspielen, das tut noch viel mehr weh.“, so Alex Walkenhorst, der heute wegen einer Knieverletzung nicht aktiv ins Geschehen eingreifen konnte. „Es gab vor dem Spiel eine klare Linie und in der 10-Minuten Pause nach dem zweiten Satz klare, taktische Anweisungen. Die wurden nicht befolgt, mit der Folge, dass Haching immer wieder wegzog.“, so Walkenhorst weiter. Dass man so kein Spiel gewinnen könne, sei nicht nur klar, sondern logische Konsequenz.

Vom Spiel des jungen Niederländers Daan van Haarlem zeigte sich Chowanski positiv überzeugt. „Daan hat heute gezeigt, dass er sich gut einbringen kann, aber noch mehr einleben muss. Er hat eine deutliche Leistungssteigerung zu Bottrop und Mitteldeutschland gezeigt, benötigt aber noch Zeit.“, stellte der A!B!C Titans Coach klar, lies aber die Frage, wer am kommenden Mittwoch in Düren von Beginn an spielt, noch offen.

Zwar zeigte sich van Haarlem in guter Kondition. Zum Most valuable Player der Begegnung aber wurden Peter Lyck-Hansen, A!B!C Titans Berg. Land, und Branislav Skladany, Zuspieler Generali Haching gewählt. Mit der Wahl von Lyck-Hansen als MVP durch Paduretu spiegelt sich die Einschätzung, Lyck-Hansen sei einer der gefährlichsten Spieler des Teams von der Wupper wider. Gefährlich werden konnte der MVP des 7. November den Gästen aus Münchens Süden allerdings diesmal nicht.

Die Enttäuschung über die schlechte Performance geisterte durch die Halle im Bayer Sportpark. „Wenn man sich ehrenamtlich engagiert, Zeit investiert und sich über die Maßen einsetzt, dann ist es frustrierend, wenn scheinbar nichts Gelingen mag.“, so Thorsten Westhoff, Manager der A!B!C Titans Berg. Land. „Ich habe zwar keinen Sieg erwartet, aber ein gutes Spiel hatte ich durchaus erwartet.“ Im Übrigen sei die Resonanz aus der Wuppertaler Bevölkerung trotz Nutzens aller Kanäle und Kontakte nach wie vor eher mau. „Ich kann daraus nur schließen, dass Erstligasport als weicher Standortfaktor dann nichts bringt, wenn sich nur eine geringe Minderheit dafür interessiert. Auf die eigene Motivation wirkt sich das nun auch über die Zeit nicht positiv aus.“ Es müsse hier in jedem Fall noch mehr passieren.

Spielerisch gelte das trotz der Niederlage am heutigen Nachmittag nicht. „Das Team entwickelt sich. Ich bin nach wie vor guter Hoffnung, dass der Elan der Jungs durchschlägt. Davon bin ich nach wie vor überzeugt, hoffe aber, dass wir nicht auf den letzten Drücker erst wissen, wie es um die Zukunft bestellt sein wird.“, so Westhoff weiter. „Die Homogenität in der Volleyballbundesliga ist stärker denn jemals zuvor, dies zeigen auch die Ergebnisse des gestrigen Spieltages.“

Das Spiel zusammengefasst: 0:3, 21:25, 19:25, 16:25 in 72 Minuten.

Die nächste Bewährungsprobe für die A!B!C Titans Berg. Land steht am kommenden Mittwoch, 10. November, im West-Derby gegen evivo Düren an.

"Bis dahin haben wir natürlich einen klaren Fahrplan und eine klare Strategie. Auch Düren hat keinen Glanzstart in die Saison hinbekommen und wenn sich uns eine Chance bietet, dann werden wir diese auch mit aller Kraft nutzen wollen, das kann ich versprechen.“, so Chowanski.

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